Andrea Witzmann - I can get no
24. 11. 2006 - 20. 1. 2007
I can get no
Andrea Witzmann erzählt in der Ausstellung ‚I Can Get No’ von einer Gesellschaft, deren kulturelle Transformationen globale Imaginationsräume und damit Sehnsüchte eröffnen. Doch die Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, scheinen endgültig vorbei zu sein. Zurück bleiben randseitige Orte, deren gemeinsames Merkmal – ihre jeweilige metaphorische Unzugänglichkeit – durch die poetische Bedeutsamkeit der Bildtitel eine assoziative Erweiterung hinein in die Lebenswelt der Betrachterin, des Betrachters erfährt. Witzmann erschließt dabei in ihren Fotografien einen Zitatekanon von Ein- und Ausschlüssen, der unabhängig ist von der Weite des Blickes. Die exakte Kadrierung betont die Infragestellung des Gewohnten und Begehrten, der kollektiv vertrauten Bildwelt und verweist auf Nebenachsen der Erfüllung. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Kunstwelt und Alltagswelt, der installative Charakter der Bildinhalte lässt keine eindeutige Aussage zur Entstehungsgeschichte zu.
Andrea Witzmanns fotografische Arbeiten sind jedoch immer vorgefundene, nicht konstruierte Abbilder menschlicher Interaktion mit ‚Raum’ und beschreiben diesen damit als relational und handlungsorientiert.
(Ulrike Sladek)









