<

Bernhard Resch - Candy mix

18.1. - 18.3.2006

Bernhard Resch überrascht immer wieder mit komplett neuen Serien von Bildern oder Objekten, nachdem er sich an einem Medium abgearbeitet hat, kommt ein neues. Ständig andere, neue Perspektiven auf seine wiederkehrenden Themen sind das Resultat. In der laufenden Ausstellung in der Galerie layr:wuestenhagen zeigt Resch Rötelzeichnungen, Objekte und eine Wandarbeit. Trotz unterschiedlicher Medien tauchen immer wieder ähnliche Materialien und Themen auf. Augenscheinlich ist das Verwenden von Vorgefundenem, das aus einem Alltagsrepertoire stammt. So wird bei der Wandarbeit »Eindringlinge« das schon in einer Rötelzeichnung auftauchende Motiv der Schwäne in der Silhouette wieder erkennbar. Das Absperrband behält seine ursprüngliche Bedeutung und verbietet das Eindringen der Vögel. Die Kritik steht durch die Verunklärung der Darstellung jedoch nicht an erster Stelle, denn die Formel H5N1 welche für den Vogelkrippevirus steht, muss man erst nach langem Suchen auf einen der zerschnitten Bändern entdecken. Wesentlicher ist der akribische Umgang mit entweder alten Techniken und neuen Themen, oder alten Themen und neuen Techniken. Innerhalb dieses Wechsels werden formale Prinzipien wie die Hierarchie des Materials, aber auch deren tradierte formalästhetische Aufladung hinterfragt. Bei Protuberanzen fließen erstmals viele schon erprobte inhaltliche wie formale Aspekte zusammen. Bei der neuen Werkserie von Bernhard Resch »Protuberanzen« wird das Papier verschiedensten Behandlungen ausgesetzt. Es wird bemalt und bezeichnet, danach bedruckt und letztendlich mit Stickereien durchbrochen. In masochistischer Manier fällt er über das Blatt her und lässt es erst wieder frei, wenn die Sammlung von Bruchstücken unterschiedlicher Realitätswelten fertig gestellt ist. Das Ornamentale steht neben dem Naturalistischen und das Profane neben dem Sakralen. Werden die Gegensätze dort aufgehoben, so geschieht dies auch zwischen Lust und Leid. Bernhard Resch ist 1975 geboren und studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste bei Hubert Schmalix. Resch lebt und arbeitet in Faistenau bei Salzburg. Zu der Zeichnungsserie Serendipity erschien anlässlich der Ausstellung ein Katalog mit 64 Seiten und 30 Abbildungen und einem Text von Josef Winkler. Dieses Buch ist erschienen im Sensationsverlag.