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Tillman Kaiser - Kubismus

16.9. - 12.11.2005

Anläßlich der Eröffnung der neuen Galerieräumlichkeiten An der Hülben 2 werden neue Arbeiten von Tillman Kaiser gezeigt. Die Garage wird KünstlerInnen als Experimentierfeld zur Verfügung gestellt. Katalogpräsentation Tillman Kaiser und Fabian Seiz. Am Abend der Vernissage findet der Wiener Innenstadt Galerien Rundgang statt. layr:wuestenhagen contemporary eröffnet ihre neuen Galerieräumlichkeiten am 15. September An der Hülben 2 unweit der Seilerstätte. Dort wurde neben den Ausstellungsräumen eine Garage zu einem Experimentierraum für Projekte adaptiert, welche nicht nur mit dem unmittelbaren Raum, sondern auch der weiteren urbanen und gesellschaftlichen Umgebung referieren. Eingeweiht werden die Räume mit neuen Arbeiten von Tillman Kaiser und einer Installation von Fabian Seiz. Tillman Kaiser beschäftig sich schon einige Zeit intensiv mit der Technik des Siebdrucks. Das offensichtlich interessante an dieser Auseinandersetzung ist das Reproduzieren, im Sinne der Wiederholung. Primär geht es nicht darum handwerkliches Können zu demonstrieren, sondern schon bekannte Objekte zu entfremden, um sie danach in neue Kontexte einzuschreiben. Kaiser hat in seinem eigens entwickelten Referenzfeld ein Vokabular zur Verfügung stehen, welches die gefundenen Gegenstände und Architekturen mit neuen Inhalten versieht. Ausgangsmaterial für die Siebdrucke sind Fotografien, also die schon reproduzierte Wirklichkeit. Diese sind nicht beliebig zusammengetragen, sondern auf Reisen, Ausstellungen oder in Zeitschriften gefunden und werden ein zweites Mal durch das Siebdruckverfahren ein oder mehrmal auf die Leinwand oder das Blatt gebannt. Das Planetarium z.B. wird durch den wiederholten Druck auf die Leinwand zum Planetensystem oder zu einer ganz neuen Gestalt. Durch das repitative Aufsetzen und Entfremden von dem realen Gegenstand, fällt es ihm leicht die nun zu leeren Zeichen gewordenen Gegenstände neu zu besetzen. Es fällt allerdings auf, dass die verwendeten Sujets an verschwundene Utopien erinnern und collageartig zusammengesetzt auf diesen Umstand verweisen. Der Blick auf die Wirklichkeit wird geschärft um konventionelle Wahrnehmungsvorgaben zu hinterfragen. Entgegen der Tradition der medienreflexiven Kunst, übt Kaiser gleichzeitig Kritik, liefert jedoch formale Lösungsvorschläge gleich mit.

Heaven, 2004, egg tempera, silkscreen on canvas, 190x270cm

Das Unwahrscheinliche tritt ein, 2005, egg tempera, silkscreen on canvas, 135x100cm Odeon II, 2005, cooking form and cardboard, 40 x 29 x 29 cm

Paravent: Das Psycholyselabor, 2005, egg tempera, silkscreen on canvas, 175 x 270 cm

Vampir, 2005, cardboard, metal, 60 x 60 x 60 cm Leiterreste, 2005, cardboard, dispersion, 55 x 20 x 20 cm Shelter, 2005, cardboard, dispersion, plaster, 77 x 27 x 22 cm Vhidan Bhavan, 2004, cardboard, dispersion, 27 x 38 x 38 cm

Vampir, 2005, cardboard, metal, 60 x 60 x 60 cm Leiterreste, 2005, cardboard, dispersion, 55 x 20 x 20 cm Shelter, 2005, cardboard, dispersion, plaster, 77 x 27 x 22 cm Vhidan Bhavan, 2004, cardboard, dispersion, 27 x 38 x 38 cm

United artists, 2005, egg tempera on paper/wood, 53 x 75 x 10 cm