Simon Reitstätter (geboren 1974) studierte Bildhauerei bei Gironcoli an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Reitstätter installiert in der beinahe Würfelförmigen Garage einen 3m hohen, oben offenen Kubus. Beim Eintreten in die Garage durch die Galerie kommend steht man vor einer Seitenwand an der eine orange farbene Neonschrift, mit dem Text „permanent perceptive“, angebracht ist. Zwischen Würfel und Garagenmauer hat man einen Meter Platz um den Raum abzugehen und den Eingang zum inneren zu finden. Eine Sitzmöglichkeit dient dazu sich im Inneren niederzulassen um sich das Video „Ghost“ anzusehen. Dadurch dass Reitstätter seinen persönlichen Raum in den Ausstellungsraum überträgt, legt er die Spielregeln der Rezeption in dieser Arbeit an. Der Betrachter findet sich in einer Situation wieder die ihm bekannt und wohnlich erscheint. Die halbtransparenten Wände des Würfels brechen die Wohnlichkeit auf und machen die BetrachterInnen zu Mitspielern. Shelter hat sprachlich gesehen mehrer Übersetzungsmöglichkeiten. Neben Zufluchtsort kann es auch mit Schutz und Luftschutzbunker übersetzt werden. In diesem Fall ist es ein neutraler Ort an dem aus der Distanz Stellung zu sozialen und politischen Gefügen, sowie deren Machtstrukturen bezogen wird. Neben einer Thematisierung einer Notwendigkeit eines Raumes als Solchen, geht Reitstätter einen Schritt weiter und versucht sein Aufeinandertreffen mit diesen Gefügen darzustellen. Reitstätters Arbeit verfolgt nicht konkret eine Thematik, es handelt sich vielmehr um ein Spannungsfeld aus Themenkreisen an denen gearbeitet wird. Gender, Urbanität, persönlich Erlebtes mixt der Künstler zu einem Sammple, dass den Raum bestimmt. Diese Arbeitsweise will sich nicht beschränken, sondern gibt Kreativität Platz zu expandieren.